Der Wildstrauch Euonymus europaeus hat seinen deutschen Namen Pfaffenhütchen von seiner Frucht, die einer Bischofsmütze gleicht. Aus der unscheinbaren, hellgrünen Blüte von Mai bis Juni wächst die Frucht in oranger bis karminroter Farbe. Mit der bischofsmützenförmigen Frucht und den grünen, vierkantigen, verholzenden Trieben ist der Strauch auch im laublosen Zustand sehr dekorativ. Das Pfaffenhütchen eignet sich sehr gut für Wildhecken, Böschungen oder auch als dekorativer Einzelstrauch. Die Pflanze ist sehr anspruchslos und für halbschattige bis sonnige Standorte geeignet.
Das Pfaffenhütchen ist für den Menschen giftig und sollte nicht verzehrt werden. Früher wurde seine Giftigkeit in der Volksmedizin gegen Ungeziefer eingesetzt. Heute wird es hauptsächlich als Ziergehölz und für Erosionsschutz genutzt.
Euonymus europaeus ist ein typischer Europäer. Insgesamt reicht seine Verbreitung von Nordspanien bis zur Wolga, wobei in Skandinavien nur die Südspitze besiedelt wird. Ausserdem wächst die Art noch in einem Extra-Areal zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer. Weltweit gibt es rund 175 Pfaffenhütchen-Arten, alle sind sie auf der Nordhalbkugel zuhause, die meisten in Ostasien und im Himalaya.