Erinnern Sie sich an spezielle Momente in der Schule?
Immer wieder haben mich Schülerinnen und Schüler in der Bibliothek besucht. Am Mittag sind sie immer wieder gekommen.
Welches waren Ihre Lieblingsbücher in der Schulbibliothek?
Romane, Krimis, je nach dem, ich musste die Bücher je nach dem auch „testen“ und reinschauen, ob die Bücher auch gut für die Schülerinnen und Schüler sind.
Anm. v. Anke Nowak (AN): Du hast auch für die LGnachrichten regelmässig kurze und präzise Bücherempfehlungen geschrieben, wenn du wieder etwas für die Schülerinnen und Schüler gelesen hast.
Hat sich die Bibliothek stark verändert, seit Sie angefangen haben?
Ja, die Umbauten, die waren 1992…
Heute ist das Publikum meistens weiblich.
AN: Auch wurde vor einigen Jahren der Medienraum geöffnet, denn der Raum hinten in der Bibliothek war früher abgeschlossen und wurde dann später für alle geöffnet und neu ausgestattet.
Das war ein Musikraum, heute zeigen sie ja in allen Räumen Filme, auch in den Klassenräumen.
AN: Dafür wurde die Bibliothek grösser.
Waren das positive Änderungen oder negative?
Ich fand das eine gute Änderung, diese neue Einteilung mit den Zeitschriften und so ein Plauderstündchen. Die Schülerinnen und Schüler konnten dort arbeiten.
AN: Und das hat auch geklappt, sie haben da selbst gearbeitet.
Im Nachhinein war es super. (lacht)
Mochten Sie an Ihrer Arbeit eher den Teil mit den Schülerinnen und Schülern oder den Teil mit den Büchern?
Eigentlich beides. Ich mochte es immer, wenn jemand vorbeigekommen ist, das sowieso, aber wenn es viel zu tun gab, brauchte man eben Zeit, zum Einbinden und so.
Wie hat Ihre tägliche Routine so ausgesehen, in der Bibliothek und auch sonst in der Schule?
Zuerst schaute ich immer nach der Post, diese kam ja immer etwas später. Es kam auf den Tag drauf an. Manchmal waren es mehr Bücher, manchmal weniger. Die „Harry Potter“-Reihe und solche Romane habe ich auch öfters nachbestellt, wenn sie eben nicht mehr gut erhalten waren. Wenn ich sie nicht mehr reparieren konnte, musste ich sie eben nachbestellen. Das war eben eine Zeit, in der viel gelesen worden ist. Ich habe geschaut, ob die Bücher in einem guten Zustand waren.
Ich habe sie auch immer eingebunden, das war mir sehr wichtig. Man gibt eben mehr Acht, wenn sie eingebunden sind.
Fantasy war eben am beliebtesten. „Harry Potter“ war so die erste beliebte Fantasy-Reihe, dann kam „Eragon“.
Es waren immer vor allem Mädchen, die in die Bibliothek kamen. Die Jungen kamen eher, um sich einen Fussball auszuleihen oder Bälle für den Fussballkasten.
Welche Tageszeit in der Schule mochten Sie am liebsten?
Eigentlich schon den Morgen, wenn noch alles am Aufwachen war. Zuerst am Morgen habe ich noch einen Kaffee getrunken.
Haben Sie lieber mit Schülerinnen und Schülern oder mit Lehrpersonen gearbeitet?
AN: Soll ich weggehen?
(lacht) Nein, nein, ich kann jetzt nicht Partei ergreifen. Ja, das war schon anders, andere Gespräche. Ich war zufrieden mit allen.
Frau Oehry, wir danken Ihnen für dieses Gespräch, alles Gute für Ihre Zukunft.