„Wir wissen nicht, zu welcher Zukunft wir junge Menschen ausbilden. Wir müssen uns auf Situationen vorbereiten, bei denen ich nicht weiss, wie ich mich vorbereiten kann. Es geht nicht darum, dass Gymnasiasten eine App programmieren können. Es geht darum, dass man begreift, was Digitalisierung bedeutet: Wie verändert sich das Verhältnis von Mensch und Technologie?“ Dient die Technologie der verbesserten Leistung oder ersetzt sie den Menschen? In naher Zukunft werden nur jene Menschen einen Job haben, die gelernt haben, sich der existenziellen Erfahrung Ich bin ersetzbar zu stellen. Auf eine Frage aus dem Publikum, was denn dem Menschen dann noch an Handlungsspielraum bleibe, Liessmann schloss mit den Worten: “Es sind nur zwei Dinge, was wir uns Menschen nicht von Maschinen nehmen lassen sollen: das Töten und das Lieben.“
Andrea Kühbacher-Schlapp