Insgesamt gab es vier verschiedene Themenbereiche:
• Ich-Kiste: Achtsames Miteinander
• Du-Kiste: Stärken entdecken
• Wir-Kiste: Gemeinschaft spüren
• Alle-Kiste: Herzabdruck
Unsere Gruppe nahm an der sogenannten „Wir-Kiste“ teil. Im ersten Spiel sollten wir gemeinsam einen Knoten knüpfen. Das Besondere daran: Jeder musste am Ende ein etwa gleich langes Seilstück haben – und während des gesamten Spiels durften wir nicht miteinander sprechen. Jede Gruppe entwickelte ihre eigene Methode, um das Ziel zu erreichen. Nach acht Minuten hatten alle unterschiedliche Ergebnisse. Eine Gruppe hatte es fast geschafft, alle Seile so zu verknoten, dass die Enden nur noch so lang wie ein Finger waren. Eine andere Gruppe hatte Schwierigkeiten, völlig lautlos zu arbeiten, und kam deshalb nicht so weit. Trotzdem lobte Herr Anyanwu sie, denn er fand beeindruckend, wie gut sie trotz der Herausforderung miteinander interagierten.
Beim zweiten Spiel standen wir im Kreis und führten eine rhythmische Bewegung aus: Wir stapften, klatschten, patschten und schnipsten so schnell wir konnten. Nachdem wir uns wieder hingesetzt hatten, stellte der Workshop-Leiter Fragen: „War das einfach für euch? Hat es jemandem wehgetan?“ Einige antworteten mit einem Ja, also fragte er weiter: „Warum habt ihr dann nicht aufgehört?“
Er erklärte uns, wie wichtig es ist, die eigenen Grenzen zu kennen und auf sich selbst zu hören. „Wenn es wehtut, solltet ihr aufhören“, sagte er. Die meisten gaben zu, dass sie einfach weitergemacht hatten, obwohl es unangenehm war. Walter Anyanwu nickte verständnisvoll und betonte noch einmal, dass es wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören.
Kurz darauf war die Schulstunde vorbei – aber die Botschaft der SOS-Herzkisten bleibt uns sicher noch lange im Kopf.
Text: Ambra Büchel und Luisa Büchel, 1B
Fotos: Sabine Ellensohn