Am Montag begann die Reise nach Zürich, wo die Schülerinnen und Schüler eine Woche voller wissenschaftlicher Entdeckungen erwartete und sie gleich mit einer geografischen Wanderung am Uetliberg starteten. Trotz der steilen, anstrengenden und teilweise dreckigen Wege war die Wanderung äusserst informativ und interessant. Die Hauptthemen der Wanderung umfassten unter anderem die Vergletscherung während der letzten Eiszeit sowie die Entstehung und Ausdehnung der helvetischen Vorlandmolassen im Kontext der Alpenentstehung. Weiters wurden einige lokale Gesteine, darunter Sandstein, Mergel und Nagelfluh, genauer begutachtet.
Am nächsten Tag standen Biologie und Chemie im Mittelpunkt. Ein besonderer Kurs zur personalisierten Medizin und Alzheimerforschung ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern, das Risiko verschiedener Individuen, an Alzheimer zu erkranken, zu bestimmen. Hierzu wurden bereits vorliegende DNA-Proben auf ein spezifisches SNP (single nucleotide polymorphism) im ApoE (Apolipoprotein E)-Gen untersucht.
Der Mittwoch begann mit einem faszinierenden Vortrag am MINT Learning Center der ETH zur Einführung in die spezielle Relativitätstheorie. Die Frage, ob Zeitreisen physikalisch möglich sind, regte zu vielen Diskussionen an. Anschliessend hatten die Schülerinnen und Schüler die Wahl zwischen einem Besuch und einer Führung im Zoo oder einem Treffen mit dem Geophysiker Prof. Henner Busemann. Prof. Busemann beschäftigt sich mit der Analyse von extraterrestrischen Materialien, darunter Meteoriten, interplanetarer Staub und Proben von verschiedenen Weltraummissionen wie Apollo, Hayabusa und OSIRIS-REx. Der Tag endete mit einem Blick in die Sterne. Dazu besuchten die Schülerinnen und Schüler die Urania Sternwarte. Das Highlight war die Betrachtung des Saturns durch das Teleskop.
Am Donnerstag standen Big Data und Künstliche Intelligenz auf dem Programm, bevor die Woche mit der Rückreise endete.
Die Profil-Projektwoche bot den Schülerinnen und Schülern eine einzigartige Gelegenheit, die Naturwissenschaften in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben und ihr Wissen in verschiedenen Disziplinen zu erweitern.
Text: Stefanie Unterkofler
Fotos: Stefanie Unterkofler und Martin Zerlauth