Begonnen hat die Physikolympiade mit einer Eröffnungsfeier, bei welcher sich das Gastgeberland Israel präsentierte und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorgestellt wurden. Die Liechtensteiner Delegation bestand aus den drei Schülern Yannic Neusüss, Leon Dahinden, Mario Wildhaber und den beiden Physik-Lehrpersonen Viliam Peschak und Daniel Oehry.
Die Olympiade-Prüfungen fanden an zwei Tagen statt. Jeweils während fünf Stunden mussten einmal theoretische und einmal experimentelle Physikaufgaben gelöst werden. Die israelischen Organisatoren haben sich ein Zitat von Albert Einstein als Motto genommen: «Education is not the learning of facts, but the training of the mind to think.» Getreu diesem Motto waren die gestellten Aufgaben thematisch spannend und ausgesprochen anspruchsvoll. In den theoretischen Aufgaben wurde u.a. der Fall einer Slinky-Feder und die Funktionsweise einer Mikrowelle behandelt. In den Experimenten mussten verschiedene hochpräzise optische Messungen sowie Untersuchungen zur Wärmeleitung in Metallen durchgeführt werden.
Neben den Prüfungen gab es für alle Beteiligten die Gelegenheit an Exkursionen teilzunehmen und das Land Israel zu entdecken. Darüber hinaus bot die Olympiade den Schülern auch die einmalige Möglichkeit, sich mit Jugendlichen aus 78 Ländern und somit aus unterschiedlichsten Kulturen auszutauschen. Auch wenn es für die drei Liechtensteiner am Ende nicht ganz für eine der begehrten Medaillen gereicht hat, stellt dieser Austausch für sie eine Erfahrung von unschätzbarem Wert dar, welche sie mit nach Hause nehmen konnten.
Weitere Informationen zur Physikolympiade gibt es auf www.ipho2019.org.il.
Text: Daniel Oehry