„Wir machen mit „ETH unterwegs“ gute Erfahrungen, denn danach haben wir immer deutlich mehr Anmeldungen für die Infotage“, so Prof. Dr. Sarah Springman, Rektorin der ETH. „Wir wollen junge Leute für naturwissenschaftliche und technische Studienrichtungen sensibilisieren, Berührungsängste abbauen und ein realistisches Bild vom ETH-Studium vermitteln. Die Schule muss künftigen Studierenden der ETH die Begeisterung für Mathematik, die Bereitschaft zu verstehen, was Mathematik sein kann, vermitteln. Das ist quasi das Fundament. Darüber hinaus braucht es kritisches und kreatives Denken. Man muss den Wunsch haben, ein Problem anzugehen und lösen zu wollen. Dabei muss man über den Tellerrand hinauszuschauen“, so die Rektorin kurz vor ihrem Vortrag „Das Zusammenspiel von Zielsetzung und Zeitmanagement“ in der Aula des LG.
Springman wurde dem Publikum - Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen - als Ingenieurin, Spitzensportlerin und ETH-Rektorin mit Leidenschaft vorgestellt. Sie ist eine britische Ingenieurin, ordentliche Professorin für Geotechnik und seit zwei Jahren Rektorin der ETH Zürich. Die Spitzensportlerin gewann im Triathlon und weiteren Sportarten zahlreiche nationale und internationale Titel und nahm fünfmal am Ironman in Hawaii teil.
Kein Wunder, dass sie sofort die Aufmerksamkeit des Publikums, v.a. der anwesenden Mädchen, auf sich gezogen hatte. „Wer soll Ingenieur oder Wissenschaftler werden?“ stand auf einer der Folien ihrer Präsentation. Springmans Antwort: .„Jene, die die Welt von morgen gestalten wollen. Klimawandel, knappe Nahrungsmittel und Energieressourcen – das sind Probleme, die uns alle angehen. Ingenieurinnen und Naturwissenschaftler forschen und arbeiten an den Lösungen.“ Und was müssen Studierende der ETH leisten? Die Erfolgsfaktoren nennt sie klar beim Namen: „Es braucht eine grosse Portion Motivation. Dann braucht es Talent, das heisst zu wissen, wo die eigenen Stärken liegen. Man muss sich erreichbare Ziele setzen – und man muss Fleiss aufbringen, um diese zu erreichen.“ Springmans Biographie zeigt eindrucksvoll, dass man so in der Wissenschaft erfolgreich werden und sein kann.