„Misstraue jedem Adjektiv!“ Gutes Schreiben fällt auch professionellen Journalisten nicht immer leicht, deshalb übernimmt Patrik Schädler von Wolf Schneider diesen Leitsatz und legt ihn den Schülerinnen und Schülern ans Herz. Journalistisches Schreiben funktioniert zudem anders als das klassische Aufsatzschreiben in der Schule.
Diese drei grundlegenden Tipps gibt er mit auf den Weg:
1. Finde einen guten Titel, der zur Einleitung und zum Bild passt.
2. Verwende eine einfache und klare Sprache.
3. Setze nicht zu viel voraus, da Leser oft keine Vorinformation zu einem Thema haben.
Im Austausch mit den Lernenden wurde klar, dass gedruckte Medien immer weniger von Jugendlichen konsumiert werden. Aus diesem Grund bat er um Anregungen, um die Tageszeitungen auch für die junge Leserschaft attraktiver zu gestalten. Anregungen zum Zeitungsformat, stärkerer Focus auf die Onlineversion und das Einbeziehen von mehr internationalen Themen nahm er interessiert entgegen und legte gleichzeitig dar, dass in den Lokalzeitungen regionale Themen unumgänglich seien. Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler noch Fragen zur Redaktionsarbeit stellen.
Herr Schädler erläuterte, dass um 9 Uhr die Verteilung der Themen im Redaktionsteam erfolgt, jedoch bis kurz vor dem Druck immer wieder neue Informationen gesammelt und bearbeitet werden. Gegen 15 Uhr in der Redaktionssitzung müssen die Journalisten auch neue Nachrichten berücksichtigen, die dann in der Ausgabe des nächsten Tages erscheinen sollen.
Gemeinsam mit Patrik Schädler schauten sich die jungen Journalistinnen und Journalisten die aktuellste Ausgabe des Vaterlands an; er wies auf ein gutes Layout mit grossen und einprägsamen Fotos hin, verdeutlichte auch die Schwierigkeit eines guten Titels bzw. zeigte die Gefahren beim Verwenden einer alten Vorlage auf.
Text: Noah Oehri
Foto: Pedro Marques
Bildlegende 1: Der Chefredakteur in der Schülerredaktion