Toranka Bantang ist eine kleine Dorfgemeinschaft mit rund 500 Einwohnerinnen und Einwohnern, davon knapp zur Hälfte Kinder und Jugendliche. Aufgrund des Klimawandels ist die Regenzeitperiode von vier Monate auf drei gesunken, die Regenfälle und Stürme wurden intensiver. Die in Bregenz lebende Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin Eva Fahlbusch, die seit vielen Jahren in Vorarlberg in der Flüchtlingshilfe aktiv ist, hat mit Menschen vor Ort den Verein „WEVA – Water, Earth, Vision, Alliance – Plant a save, green and sustainable future“ gegründet, um Vorhaben für eine nachhaltige Zukunft umzusetzen und damit u.a. zu verhindern, dass die Menschen fliehen müssen. Dafür ist sie mehrmals im Jahr in Gambia.
Ein durch den Bau eines Brunnens ermöglichter Aufbau eines biologischen Gartens soll nicht nur den Eigenbedarf decken, sondern auch genug Ertrag abwerfen, um die Produkte auf Märkten oder an Strassenständen zu verkaufen. Dies stärkt die lokale Wirtschaft und sichert die Ernährung. Durch Restabfälle des Gartens können Esel, Schafe und Ziegen gefüttert werden, welche zusätzlich als Nutztiere eingesetzt werden. Der Verkauf von Jungtieren oder Fleisch kann zusätzliche Einnahmen generieren, wodurch die finanzielle Stabilität der Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner gefördert wird. Jugendliche sollen in handwerklichen Berufen wie Solartechnik, Metallverarbeitung, Bauhandwerk und Sanitärtechnik ausgebildet werden. Dies unterstützt nicht nur den weiteren Aufbau des Dorfes, sondern schafft auch qualitative Jobmöglichkeiten und dadurch weitere Einnahmequellen. Angestrebt wird die Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner der Nachbardörfer, um als Modellprojekt die gesamte Region zu fördern. Dies kann langfristig die Lebensqualität einer weitaus grösseren Anzahl von Menschen verbessern. Weitere Ziele umfassen den Bau stabiler Häuser, die gegen Regen und Stürme bestehen können, die Errichtung weiterer Brunnen zum Ausbau der landwirtschaftlichen Möglichkeiten sowie die Ermöglichung weiterer Ausbildungsplätze für Jugendliche und den Aufbau einer medizinischen Basisstation.
Eine nachhaltige Verbesserung der Lebensituation und eine hoffnungsvolle Zukunft für dieses Dorf Toranka Bantang und seine Umgebung kann helfen, Fluchtgründe aus purer Existenznot zu verhindern.
Einen grossen Dank an alle Schülerinnen und Schülern von Gymi For Change für ihren tollen Einsatz, an Frank Wilke vom Verein Eigenbrötler sowie an die Eltern von der Elternvereinigung des LG, die mit ihren Backbeiträgen das Angebot wunderbar bereicherten.
Text und Fotos: Peter Mennel