Als erstes stand das Spiel „Anno Domini“ zu wichtigen Meilensteinen der liechtensteinischen Geschichte auf dem Programm. In kleinen Gruppen galt es, historische Ereignisse chronologisch korrekt einzuordnen, was bei vielen Gruppen erstaunlich zielsicher gelang, aber auch zum einen oder anderen Aha-Erlebnis führte. Anschliessend gab der Historiker Fabian Frommelt noch einen kurzen Überblick über den Nationalsozialismus und Liechtenstein.
Anschliessend nahm Bibliothekarin Rosmarie Lorenz die Gäste mit auf eine interaktive Bibliotheksführung. Dabei durften die Schülerinnen und Schüler unter anderem das älteste Buch, das sich im Besitz des Liechtenstein-Instituts befindet, bewundern. Es handelt sich dabei um eine Ausgabe von Hugo Grotius Werk „De jure belli ac pacis“ (Vom Recht des Krieges und des Friedens) aus dem Jahr 1646. Eine Rechercheübung rundete diesen Teil des Nachmittags ab.
Nach einer kurzen Pause begrüsste der Politologe Thomas Milic die Besucherinnen und Besucher zu einem Science Slam. Die jungen Leute konnten den Politologen dabei über seine Arbeit und persönlichen Ansichten nach Herzenslust Löcher in den Bauch fragen, die er auch bereitwillig beantwortete. Anhand einer Anekdote zu Michael Jordans Geografiestudium, dessen exorbitanter Lohn das arithmetische Mittel des Durchschnittslohns nach Abschluss dieser Studienrichtung verzerrte, konnte Thomas Milic anschaulich aufzeigen, wie wichtig es ist, Statistiken richtig zu analysieren. Zu guter Letzt beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Auswertung einer Umfrage zum Informationsverhalten in der Bevölkerung, an der sie zuvor selbst teilgenommen hatten.
Text: Marlies Kessler
Fotos: Rosmarie Lorenz