Der Lehrer schrieb schon in seinen eigenen Schulzeiten Kurzgeschichten und Gedichte, damals noch vornehmlich für sich. Viel später, genauer gesagt ab 2021, veröffentlichte er dann einige seiner Werke. In seinem ersten veröffentlichten Roman «Blöd gelaufen», der über alle bekannten Verkaufskanäle erhältlich ist, geht es um Larry. Larry erfährt von seinem eigenen Tod und will der Sache auf den Grund gehen, doch dabei kreuzt sich sein Weg mit dem eines Mafiosos. Die beiden lernen sich also auf eine etwas ungewöhnliche Art kennen und Larry versucht, sein bis dahin chaotisches Leben in den Griff zu bekommen.
Über Monate hinweg hatte sich Philipp Lonsky mit verschiedenen Ideen beschäftigt, die ihm immer wieder durch den Kopf gingen. Aus diesen zahlreichen Konzepten wollte er ursprünglich eine kurze Geschichte entwickeln, doch das fertige Manuskript erwies sich allerdings als viel umfangreicher als zunächst erwartet. So wurde aus einem kleinen Text und verschiedenen Ideen eine lange und vielschichtige Erzählung. Charakteristisch für Lonskys Schreibstil ist, dass er sich nicht auf ein bestimmtes Genre festlegt, sondern gerne verschiedene Stilrichtungen miteinander verbindet. Verwundert über seine kreative Arbeit fragten die Schülerinnen und Schüler nach, ob er mit dem Schreiben auch Geld verdiene. Lonsky erklärte, dass er zwar einen kleinen Betrag erhalte, dieser aber so gering sei, dass man nicht wirklich von einem Verdienst sprechen könne.
Neben «Blöd gelaufen» hat Philipp Lonsky weitere Romane verfasst wie z.B. «Echt jetzt?», «Hope 15» oder «Hope wie Hoffnung». Er hat noch weitere Bücher verfasst, von denen einige jedoch nicht im Handel erhältlich sind. Manche enthalten kurze Erzählungen – etwa über einen Traum, der sich auf einer fremden Welt abspielt, oder über einen Fisch, der kurz davor ist, verspeist zu werden. In anderen wiederum finden sich zahlreiche Gedichte, die ein breites thematisches Spektrum abdecken.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich dankbar für die Lesung am Nachmittag, bei der sie die Lehrperson als Autor und seine Werke näher kennenlernen durften. Solche Veranstaltungen sind selten, und umso wertvoller war es, einen so interessanten Einblick in die Arbeit eines Schriftstellers zu erhalten.
Text: Daniel Büchel, 5Wb
Fotos: Eugen Nägele