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20.06.2026

Exkursion der 5Ws zum Flimser Bergsturz

Am 8. Juni 2026 unternahmen wir im Fach Geografie eine Exkursion zum Flimser Bergsturz. Lesen Sie im Folgenden zwei Berichte dazu.

Am Morgen reisten wir gemeinsam mit dem Zug nach Flims. Das Wetter war sehr schön und sonnig, was die Wanderung besonders angenehm machte.               

Begleitet wurden wir von unserer Lehrerin Frau Ellensohn und dem Experten Bruno Suhner, der als Geoguide im Gebiet Sardona arbeitet. Während der gesamten Wanderung gab uns Bruno Suhner an verschiedenen Stationen spannende Informationen über die Entstehung und die Folgen des Flimser Bergsturzes.

Die Wanderung war ungefähr 9 Kilometer lang. Unterwegs machten wir immer wieder Halt, um die Landschaft zu beobachten und um den Erklärungen zuzuhören. Besonders beeindruckend war, dass der Flimser Bergsturz vor etwa 9'450 Jahren stattgefunden hat und als grösster nacheiszeitlicher Bergsturz der Alpen und sogar Europas gilt.

Damals brachen über 25 Millionen Tonnen Kalkstein vom Flimserstein und vom Piz Grisch ab. Die gewaltigen Felsmassen stürzten mehr als 1'000 Meter in die Tiefe und bedeckten das Tal des Vorderrheins auf einer Fläche von über 50 Quadratkilometern mit einer mehrere hundert Meter dicken Schuttmasse. Das Bergsturzmaterial besteht hauptsächlich aus Quintner Kalk. Dabei findet man sowohl riesige Felsblöcke von der Grösse eines Hauses als auch sehr feines Gesteinsmaterial.

Wir erfuhren auch mehr über die Ursachen des Bergsturzes. Nach dem Ende der letzten Eiszeit zogen sich die Gletscher zurück. Dadurch verloren die Talhänge ihre natürliche Stütze. Gleichzeitig gruben Schmelzwässer den Talboden immer weiter aus. Dadurch geriet der Hang aus dem Gleichgewicht. Wahrscheinlich lösten zusätzlich Erdbeben oder ein hoher Wasserdruck im Gestein den Bergsturz aus.

Während der Wanderung besuchten wir verschiedene Aussichtspunkte, darunter die Chulasichter. Von dort aus hatten wir eine wunderschöne Sicht auf die Landschaft und konnten die Ausmasse des Bergsturzes besser erkennen. Auch der Werkstutzbach war ein Teil unserer Route. Unterwegs begegneten wir ausserdem anderen Wanderern, die ebenfalls die Natur genossen.

Besonders interessant waren die Folgen des Bergsturzes. Der Vorderrhein wurde durch die Schuttmassen aufgestaut, wodurch der sogenannte Ilanzer See entstand. Dieser See war etwa 29 Kilometer lang und bestand ungefähr 100 Jahre. Nach seinem Ausbruch hinterliess er Spuren bis ins Rheintal und sogar bis zum Bodensee. Zudem schnitt sich der Rhein im Laufe der Zeit durch das Bergsturzmaterial und formte die berühmte Rheinschlucht, die etwa 14 Kilometer lang ist und bis zu 350 Meter hohe Kalkwände besitzt. Auch bekannte Seen wie der Caumasee, der Crestasee, Prau Pulté und Tuleritg entstanden als Folge des Bergsturzes.

Zur Mittagszeit machten wir eine Pause und assen unser Mittagessen aus dem Rucksack. Dabei konnten wir die schöne Aussicht geniessen und uns etwas ausruhen. Die angenehme Atmosphäre und das schöne Wetter machten die Exkursion zu einem besonderen Erlebnis.

Insgesamt war die Exkursion zum Flimser Bergsturz sehr spannend und lehrreich. Dank den interessanten Erklärungen von Bruno Suhner konnten wir viel über die Entstehung der Landschaft, die Geologie der Region und die Auswirkungen eines der grössten Bergstürze Europas lernen.

 

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Am 8. Juni 2026 unternahmen wir im Fach Geografie eine Exkursion zum Flimser Bergsturz. Wir trafen uns am Morgen in Sargans und reisten von dort mit dem Zug nach Chur. Anschliessend fuhren wir mit dem Bus nach Flims Waldhaus beim Caumasee. Dort begann unsere Wanderung durch das Gebiet des Flimser Bergsturzes.

Während der Wanderung erklärte uns ein Führer Bruno Suhner die Entstehung und die Folgen dieses gewaltigen Naturereignisses. Der Flimser Bergsturz ereignete sich vor etwa 9'500 Jahren und gilt als der grösste bekannte Bergsturz der Alpen sowie als einer der grössten der Welt. Dabei stürzten rund 11 Kubikkilometer Gestein vom Flimserstein ins Tal. Die riesigen Gesteinsmassen bedeckten eine grosse Fläche und veränderten die Landschaft dauerhaft.

Eine wichtige Rolle spielte dabei die geologische Zusammensetzung des Berges. Unter mehreren hundert Metern Quintner Kalk befand sich eine Gleitschicht aus Mergel mit einer Neigung von etwa 20 bis 25 Grad. Nach dem Ende der letzten Eiszeit schmolzen die Gletscher ab. Vor rund 20'000 Jahren lag das Eis noch etwa 1'000 Meter hoch über dem Gebiet von Vaduz. Durch das Abschmelzen der Gletscher und das Verschwinden des Permafrosts verlor der Berg an Stabilität. Die schwache Mergelschicht und ein zusätzlicher Auslöser führten schliesslich zum Bergsturz.

Auf unserer Wanderung konnten wir verschiedene Spuren dieses Ereignisses beobachten. Besonders eindrücklich war die Schotterterrasse, die zeigt, wie die Ablagerungen des Bergsturzes entstanden sind. Sie macht deutlich, dass der Prozess nicht gleichmässig, sondern in mehreren Phasen ablief. Vom Aussichtspunkt Il Spir hatten wir zudem einen beeindruckenden Blick auf die Rheinschlucht. Diese Schlucht entstand erst nach dem Bergsturz, als sich der Rhein über Jahrtausende seinen Weg durch die gewaltigen Schuttmassen bahnte.

Auch der Caumasee steht in direktem Zusammenhang mit dem Bergsturz. Das mitgerissene und teilweise pulverisierte Material sowie der Mergel im Untergrund bilden eine dichte Schicht, die das Wasser zurückhält. Dadurch konnte sich der See bilden. Sein türkisfarbenes Wasser macht ihn heute zu einem bekannten Ausflugsziel.

Unterwegs kamen wir ausserdem durch einen Auenwald. Solche Wälder sind in der Schweiz selten geworden, da viele Flusslandschaften verbaut wurden. Im Gebiet der Rheinschlucht konnten sich jedoch noch natürliche Lebensräume erhalten.

Die Exkursion zeigte eindrücklich, welche Kräfte die Natur entwickeln und wie stark ein einzelnes Ereignis eine Landschaft verändern kann. Durch die Wanderung über die Bergsturzmassen und die Erklärungen konnten wir die Entstehungsgeschichte der Region besser verstehen. Besonders beeindruckend waren die gewaltigen Dimensionen des Bergsturzes und die Tatsache, dass seine Spuren noch heute deutlich sichtbar sind.

 

Text: Emma Gschwend, Milena Rebmann und Lian Kuster, 5Ws

Emanuel Wolf, Janick Kaufmann, Daniel Loacker und Lukas Schumacher, 5Ws

Fotos: Sabine Ellensohn und Tobias Heitz, 5Ws

Exkursion der 5Ws zum Flimser Bergsturz

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