Dieses Projekt wurde von den Lehrpersonen Barbara Gavez und Marco Eberle geleitet.
Besuch des Flüchtlin gsheims
Am Donnerstag besuchte die Gruppe das Flüchtlingsheim in Vaduz, in das alle neuen geflüchteten Personen mindestens sieben Tage untergebracht werden, bevor sie allenfalls einen neuen Wohnort finden oder ihnen dieser zugewiesen wird. Zunächst bekamen die TeilnehmerInnen des Projekts eine generelle Einführung in das Flüchtlingsheim und erfuhren, wie das Flüchtlingswesen gesetzlich geregelt ist.
Gesetze und Integration
Sie lernten, welche Aufenthaltsstatus man als geflüchtete Person bekommen kann. Dies alles wird vom Ausländer- und Passamt (APA) geregelt. Ukrainische Flüchtlinge bekommen – im Gegensatz zu vielen anderen Flüchtlingen – umgehend den S-Status, welcher die Aufnahme erleichtert. Die SchülerInnen erfuhren, dass sich derzeit in Liechtenstein 332 UkrainerInnen mit S-Status sowie 52 Personen mit N-Status aus aller Welt befinden. Dieses Jahr kommen im Schnitt jede Woche fünf bis zehn Geflüchtete pro Woche in Liechtenstein an, was weit über dem letztjährigen Wert liegt. In Liechtenstein besuchen 90% aller Geflüchteten einen Deutschkurs, was wiederum weit über den Quoten unserer Nachbarländer liegt und die Integrations- und Jobchancen somit stark erhöht.
Gemeinsames Kochen
Anschliessend kochten die SchülerInnen zusammen mit einem geflüchteten Sudanesen typische Gerichte Nordost-Afrikas. Nachdem die Schülerinnen und Schüler sowie die Projektleitung ihr leckeres Mittagsessen gegessen hatten, kamen der Koch und eine Ukrainerin und erzählten von ihren persönlichen Fluchtgeschichten.
Besuch an der Schule
Am Freitag besuchten einige Flüchtlinge das Liechtensteinische Gymnasium und bekamen eine Postentour durch das Schulgebäude. Dies diente sowohl des gegenseitigen Kennenlernens als auch der Förderung der Deutschkompetenzen der Geflüchteten. Dies war für die SchülerInnen ein interessanter Abschluss ihrer Projektwoche, die einerseits von Trauer über zerstörte Leben, aber auch von Hoffnung auf neue Anfänge geprägt war.
Text: Tom Crossley, 6Na
Fotos: Marco Eberle, Tom Crossley, 6Na