Jedes Jahr findet in der Projektwoche des Gymnasiums das Projekt „Zu Fuss von Malbun nach St. Antönien“ statt. Dabei wandert eine Gruppe von 24 Schülerinnen und Schülern 4 Tage lang täglich 5-6 Stunden in den Liechtensteiner, Österreicher und Schweizer Alpen vom Sareis aus bis ins kleine Dorf St. Antönien in Graubünden. Dabei geniesst man beispielsweise die schönen Aussichten von Augstenberg, Grossfurgga und Sulzfluh und übernachtet in Berghütten wie der Schesaplanahütte und der Carschinahütte. Oder zumindest war das auch dieses Mal so vorgesehen.
Durch das regnerische und kalte Wetter und bis zu 10cm Schnee auf 2000 Metern Höhe findet das Projekt dieses Jahr nicht wie ursprünglich geplant statt. Es können nämlich nur Tageswanderungen durchgeführt werden.
Am Montag hätte die Wanderreise vom Sareis aus beginnen sollen, stattdessen machte die Gruppe eine Runde um Balzers. Die jungen Bergsteigerinnen und Bergsteiger starteten im Elltal und stiegen über die Leitern bis zum Ellhorn hinauf. Der Abstieg erfolgte über Lida.
Gipfeltreffen
Am Dienstag wanderten sie dann vom Täli zur Pfälzerhütte, wo sie zumindest eine Nacht vor Ort verbringen konnten. Dort trafen sie auf die Gruppe des Projekts „Hüttenwarte gesucht“. Diese Hüttenwartinnen und Hüttenwarte der 5. und 6. Klasse des Gymnasiums verbringen die Woche auf der Pfälzerhütte, wo sie beim Unterhalt der Hütte, beim Kochen, beim Service auf der Terrasse, beim Einkauf und der Reinigung helfen. Dieses Jahr müssen sie wegen des kalten Wetters sogar beim Schneeschaufeln mit anpacken.
Das Hüttenleben hat jedoch nicht nur strenge, sondern auch seine spassigen Seiten. Abends essen und spielen alle zusammen – so rückt das Wetter in den Hintergrund und das gemeinsame Erleben in den Vordergrund.
Text: Tim Bartels
Fotos: Noah Gangl, Taavi Heyden