Das Referat, das im Rahmen des Internationalen Tages der Menschenrechte, insgesamt dreimal für alle Jahrgangsstufen des LG gehalten wurde, diente auch als Weckruf an die Jugend und die gesamte Gesellschaft, das stetige Fortschreiten des Klimawandels und dessen Folgen einzudämmen. Dass dies mit engagiertem Handeln und Nachdenken über unsere Ernährung durchaus möglich ist und jeder Einzelne dabei helfen kann, kam im Laufe des Vortrages sehr deutlich heraus.
Gegenwärtige Probleme unseres Essverhaltens
Die europäische Konsumgesellschaft kann die enorme Menge an Food-Waste vermindern. Jährlich landen beispielsweise tausende Schweine in den Schweizer Mülleimern. Der durchschnittliche Europäer konsumiert im Schnitt täglich etwa das 5-fache der tatsächlich empfohlenen Portion an Fleisch, welche bei etwa 70g liegt. Wir leben in einer Zeit, in der der Amazonas in etwa dreimal so viel CO2 abgibt, als er speichern kann. Auch Pestizide gefährden nicht nur Insekten, sondern auch Menschenleben. Hinzu kommt eine starke Reduktion der Biodiversität. Die durch das Klimaabkommen angestrebten 1.5°C als maximale Temperatursteigerung sind schon genug, um Millionen von Menschen ihres festen Wohnsitzes zu berauben, da der dadurch verursachte Meeresspiegelanstieg von 2.2 Metern allein in der chinesischen Region Shanghai 40 Millionen Menschen vertreiben würde.
Was können wir konkret tun?
Aus diesen Gründen ist es zunehmend wichtig, auf die Nachhaltigkeit von Einkäufen und Aktionen zu achten. Bio-Produkte sind gesund, schonen den Boden und fördern Artenvielfalt. Es wurden bereits mehrere Konzepte entwickelt, um sich von Monokultur-Plantagen mit genetisch veränderten Pflanzen abzuwenden. Gesündere Alternativen wie beispielsweise die Agro-Fortwirtschaft, bei der Bäume und Pflanzen auf einem Feld wachsen und sich so gemeinsam bevorteilen, sind gefragt.
Nun liegt es an uns, diese Alternativen auch zu fördern und zu akzeptieren, um Nachhaltigkeit zu sichern und unser Klima besser zu schützen.
Text: Leonard Hasler, 5Na
Fotos: Eugen Nägele